Grand Théâtre - Arrière-scène

Joachim Schloemer

in schnee
Die Cellosuiten von J.S. Bach

Der Choreograph, Tänzer und Regisseur Joachim Schloemer ist bekannt für seine Grenzgänge zwischen Theater, Oper, Tanz und Film. Seine neueste Kreation in schnee ist inspiriert vom berühmten Unterkapitel Schnee aus Thomas Manns Zauberberg.

DE
Hans Castrop verirrt sich bei einer Ski-Wanderung und erfährt einen halluzinatorischen Traum. Er entdeckt zum ersten Mal sich selbst. Sobald er den Schnee verlässt und in die Zivilisation zurückkehrt, verliert er sich erneut hoffnungslos. So sind auch Bachs Suiten an diesem Abend zu verstehen - seine Musik als eine Metapher für das Leben und die innere Einkehr. 9 Personen finden ihren Weg aus den Wirren des Alltags in die Natur und erfahren einen Erweckungsmoment.
Jede Suite wirkt als eine neue Schicht, eine weitere Ablagerung des Lebens. Schicht für Schicht zwingt der Schnee den Menschen zur Ruhe, zum Einssein mit sich. Der von Publikum und Kritikern gleichermaßen anerkannte Joachim Schloemer arbeitete, nach seiner Tanzausbildung in Essen, am Brüsseler Théâtre Royal de La Monnaie bevor er seine eigene Tanzcompany Josch gründete. In Ulm, Weimar und Basel übernahm er jeweils die Leitung des Tanztheaters und choreographierte darüber hinaus für das Ballet de l'Opéra de Lyon, Singapore Dance Theatre und Baryshnikovs White Oak Project.

FR
Partant du chapitre Schnee du roman Zauberberg de Thomas Mann, Joachim Schloemer, chorégraphe, danseur et metteur en scène allemand de renommée internationale, file la métaphore du flocon, comme évocation de la fragilité et de la fugacité de la vie. À travers l'image de ces paysages recouverts d'un blanc immaculé et éphémère, il souligne l'aspiration précaire à la pureté et à l'absolu. Dans ce premier spectacle qu'il présente au Grand Théâtre, Joachim Schloemer nous convie à un voyage intime et poétique sur des notes de Bach.

EN
After studying dance and choreography at the Folkwang Hochschule in Essen, Joachim Schloemer was engaged by Mark Morris as a dancer for the Théâtre de La Monnaie in Brussels, and shortly after, he founded his own company Josch. Since the end of the 1990's, Joachim Schloemer has widened his artistic endeavours from dance to opera, theatre and film and increasingly dissolved the boundaries between the different artforms. His latest work is based on the chapter Schnee of Thomas Mann's famous novel Zauberberg and uses Bach's Cellosuiten to create a world of frozen landscapes, precarious aspirations and the fragility of life.

Donnerstag 18. Juni 2009 um 20 Uhr
Freitag 19. Juni 2009 um 20 Uhr
Dauer 2 Stunden 30 Minuten + Pause
Erwachsene 20 €, Studenten 8 €

Choreographie und Inszenierung Joachim Schloemer Tänzer Daniel Jaber, Paea Leach, Clint Lutes, Maria Pires, Su-Mi Jang Elektronische Musik Thomas Jeker Cello Sebastian Diezig, David Pia, Mattia Zappa Bühne Mascha Mazur Kostüme Gunna Meyer Dramaturgie Katrin Zagrosek, Inga Schonlau Licht Andreas Grüter Produktion Lucerne Festival, Theater Freiburg, pvc Tanz Freiburg Heidelberg Koproduktion Grand Théâtre de Luxembourg, De Munt / La Monnaie (Brüssel)