Grand Théâtre - Studio

Die Welt zu Gast bei reichen Eltern

Thalia Theater Hamburg zu Gast im Grand Théâtre
René Pollesch

Montag 23. März 2009 um 20 Uhr
Dauer 1 Stunde 35 Minuten ohne Pause
Erwachsene 20 €, Studenten 8 €

Einführung zum Stück
mit dem Dramaturgen Claus Caesar um 19.20 Uhr

Mit Spannung wurde das erste Stück des Erfolgsautors und Regisseurs René Pollesch am Thalia Theater Hamburg von Theaterfans erwartet. In Die Welt zu Gast bei reichen Eltern nimmt sich Pollesch diesmal zwei der letzten noch nicht "durchökonomisierten" Bereiche des Lebens vor: die Familie und das Theater.

DE
Seit Beginn der Spielzeit 2001/2002 ist René Pollesch künstlerischer Leiter des Praters der Berliner Volksbühne. Seine Prater-Trilogie wurde 2002 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Im gleichen Jahr wurde Pollesch in der Kritikerumfrage der Zeitschrift "Theater heute" zum Dramatiker des Jahres gewählt. Bereits zweimal ist er mit dem Mülheimer Dramatikerpreis ausgezeichnet worden. Neben seiner Arbeit an der Berliner Volksbühne inszeniert René Pollesch unter anderem an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Stuttgart und am Burgtheater Wien.

» "Ich dachte immer, bei unseren Abenden vermittelt sich, dass wir zum Beispiel versuchen, unsere Proben, also unseren Alltag, anders zu organisieren. Wenn ich das anspreche, heißt es oft, das sei selbstbezüglich, in so einem Umfeld wie Theater, in dem immer alles nur repräsentativ ist, immer nur auf etwas anderes verweist. Und das Spezielle der Leben soll sofort ins Allgemeine umschlagen. Aber ich bin eher für das Unheroische, das Eingreifen in meiner unmittelbaren Nähe, und nicht für die Spekulation, ein Theaterabend könnte das Leben der Leute, von denen ich erzähle, ändern. Sie werden nur weiter als Problem markiert. Von jemandem, dem es relativ gut geht." René Pollesch, aus: Was es bedeutet, kein Material zu sein. Ein Gespräch zwischen René Pollesch, Aenne Quinones, Jochen Becker und Stephan Lanz

» Aufgelockert werden die witzigen und ebenso tiefgründigen Rededuelle durch amüsante Szenen auf der Drehbühne, bei denen abwechselnd zusammen gebügelt, getoastet oder geküsst wird. Der Tagesspiegel

» Nie kann sich das amüsierwillige Publikum sicher sein, ob es gerade um seichte Unterhaltung oder tiefe Gedanken geht, wenn Pollesch von der Autonomie des Bewusstseins über die neue Körperlichkeit der Biotechnologie zu Psycho von Hitchcock springt und auch noch Selbstreflektionen der Schauspieler einbaut. Virtuos, wie Anna Blomeier, Judith Hofmann, Katrin Wichmann, Felix Knopp und Jörg Pose all dies bewältigen. Ihr ironisches Fazit: "Wir sind hier in der Küche und ernähren uns von der Nichtnennung von Weisheiten." Hamburger Abendblatt

Regie René Pollesch Bühne Janina Audick Kostüme Janina Audick Dramaturgie Claus Caesar Ensemble Anna Blomeier, Judith Hofmann, Felix Knopp, Jörg Pose, Katrin Wichmann Produktion Thalia Theater Hamburg