Théâtre des Capucins - Salle de spectacle

Das Leben der Anderen

Albert Ostermaier

Nach dem gleichnamigen Film von Florian Henckel von Donnersmarck
Uraufführung der Luxemburger Fassung

[de] Erklären muss man diesen Titel nicht mehr - weltweite Anerkennung bis hin zum Oscar beweisen: Drehbuchautor und Filmregisseur Florian Henckel von Donnersmarck hat einen Stoff gefunden, der sofort packt, und ihn in bestechender Form umgesetzt. Albert Ostermaier, Hausautor am Burgtheater Wien, ausgezeichnet u. a. mit dem begehrten Kleist-Preis, erarbeitet in Absprache mit Florian Henckel von Donnersmarck die Bühnenfassung. Das Stück zum Jahrestag des Mauerfalls am 9. November 2009.

Ost-Berlin, Mitte der 80er Jahre.
Sie sind das Vorzeigepaar der ostdeutschen Kulturszene: das Künstlerpaar Georg Dreyman, ein erfolgreicher Dramatiker, und seine Freundin Christa-Maria Sieland, eine gefeierte Schauspielerin. In ihr scheinbar von der Politik unberührtes Leben bricht die Staatsmacht ein. Minister Hempf hat sich in die Schauspielerin verliebt und setzt die Stasi auf Dreyman an, um ihn aus dem Weg zu räumen. Den Auftrag zur Überwachung erhält der linien-treue Stasi-Offizier Gerd Wiesler, ein gefürchteter Verhörspezialist. Er richtet sich auf dem Dachboden über Dreymans Wohnung eine Abhörzentrale ein. Als ständiger unsichtbarer Zuhörer nimmt er nun am Leben der beiden teil, und obwohl er sich heftig dagegen wehrt, wird er mehr und mehr in ihren Bann gezogen und seine Loyalität zum Staat auf die Probe gestellt. Er ist beeindruckt von dem Leben, das die beiden führen, beeindruckt von ihrem kulturellen Umfeld und mehr und mehr löst er sich von seiner Aufgabe. Endgültig wechselt er auf die Seite der anderen, als Dreyman anonym im "Spiegel" einen Artikel über die ungewöhnlich hohe Selbstmordrate in der DDR veröffentlicht, und er alles dafür tut, die Entdeckung Dreymans zu verhindern. Als diese Dienstverweigerung auffliegt, ist seine Karriere als Angehöriger des Ministeriums für Staatssicherheit beendet.
Politisch motivierte "Operative Vorgänge" kamen nicht selten auf Weisung der SED zustande. Unter "operativem Vorgang" (OV) verstand das MfS die höchste Stufe der konspirativen Überwachung von verdächtigen Personen. In der Verwaltungssprache der Staatssicherheit wurde der präventive Charakter des OV hervorgehoben: "Mit der zielstrebigen Entwicklung und Bearbeitung operativer Vorgänge ist vor allem vorbeugend ein Wirksamwerden feindlich-negativer Kräfte zu unterbinden, das Eintreten möglicher Schäden, Gefahren oder anderer schwerwiegender Folgen feindlich-negativer Handlungen zu verhindern und damit ein wesentlicher Beitrag zur kontinuierlichen Durchführung der Politik der Partei- und Staatsführung zu leisten".

Donnerstag, 24. September 2009 um 20:00 Uhr
Freitag, 25. September 2009 um 20:00 Uhr
Montag, 28. September 2009 um 20:00 Uhr
Dienstag, 29. September 2009 um 20:00 Uhr
Mittwoch, 30. September 2009 um 20:00 Uhr
Donnerstag, 1. Oktober 2009 um 20:00 Uhr
Erwachsene 20 € / Studenten 8 €

Regie Johannes Zametzerer - Bühne Christophe Rasche - Kostüme Ulli Kremer
Germain Wagner spielt Minister Hempf
Luc Feit spielt den Stasi-Offizier Wiesler
Petra Zwingmann spielt die Schauspielerin Christa-Maria Sieland
Carsten Klemm spielt den Schriftsteller Georg Dreyman
Koproduktion Théâtre des Capucins, Konzertdirektion Landgraf





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