Grand Théâtre - Grande Salle

Kasimir und Karoline

Ödön von Horváth (1901-1938)

[de] Johan Simons ist dem Publikum des Grand Théâtre de Luxembourg bestens bekannt. Ob mit Deux Voix / Zwei Stimmen / Two Voices mit Jeroen Willems im Jahre 2005, Robinson Crusoe, die Frau und der Neger mit André Jung im Jahre 2006 oder Heinrich von Kleists Der Prinz von Homburg im Jahre 2007, Johan Simons liefert stets hochkarätige Inszenierungen.

Ödön von Horváths Kasimir und Karoline gehört zu den wichtigsten sozialkritischen Volksstücken aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Vor dem Schauplatz des Oktoberfestes und mit der Wirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre als Hintergrund, erzählt das Stück die altbekannte Geschichte vom "gebrochenen Herzen". Sein Thema ist die Inflation der Seele im Zeitalter der Massenarbeitslosigkeit. Die ausgelassene Atmosphäre auf dem Rummelplatz konterkariert die trostlose Liebesgeschichte zwischen Kasimir und Karoline. Trotz ihrer Liebe gelingt es den beiden Protagonisten nicht, ihrem unterprivilegierten sozialen Milieu zu entkommen.

Johan Simons und Paul Koek verlegen die Handlung von Kasimir und Karoline in den Hafen von Antwerpen, einem Ort der wirtschaftlichen Entwicklung und damit der Verheißung von Wohlstand, der zum Greifen nah scheint. Ein energiegeladener Theaterabend, der zeigt, dass man gemeinsam zu übermenschlichen Leistungen imstande ist.

Mittwoch 16. Dezember 2009 um 20:00 Uhr
Erwachsene 25 €, 20 €, 15 € / Studenten 8 €

Regie Johan Simons - Musikregie Paul Koek
Mit Reinout Bussemaker, Els Dottermans, Frank Focketyn, Elsa May Averill, Wim Opbrouck, Kristof Van Boven, Oscar Van Rompay, Judith Pol, Inke Trekker, Louis van Beek, Yonina Spijker
Dramaturgie Paul Slangen - Szenographie Bert Neumann - Musik Veenfabriek / Paul Koek - Musiker Ton Van der Meer, Bo Koek, Rik Elstgeest, John Van Oostrum
Produktion NTGent und Veenfabriek - Koproduktion Festival d'Avignon, deSingel, Grand Théâtre de Luxembourg, Athens Festival, Charleroi Pôle Lyrique (PBA+Eden) mit Unterstützung der Französischen Gemeinschaft Belgiens, Schauspiel Köln, Stadsschouwburg Utrecht und Vrede van Utrecht 2013, Théâtre Nanterre-Armandiers



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