Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

#56 TSCHICK

Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf

eingerichtet vom Ensemble nach der Bühnenfassung
von Robert Koall

[DE] "Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. 'Ah', sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. 'Macht das Spaß? "

Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, ein Russlanddeutscher aus Berlin-Marzahn, und Maik Klingenberg, sein wohlstandsverwahrloster Klassenkamerad, brechen mit geklautem Lada, aber ohne Plan und Kompass auf zu einer abenteuerlichen Irrfahrt durch die ostdeutsche Provinz.

Alexander Riemenschneider inszeniert die berührende und lakonisch-komische Road-Novel über zwei 14-jährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben und auf ihrer Reise die Fremde vor der Haustür und wahre Freundschaft finden.

Wolfgang Herrndorfs Roman Sand wurde 2012 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

» Eine Geschichte, die man gar nicht oft genug erzählen kann … existentiell, tröstlich, groß.Frankfurter Allgemeine Zeitung

» Quer durch den wilden Osten schickt Wolfgang Herrndorf die beiden Jungs in seinem grandiosen Roman Tschick. […] Zwischen Podesten mit Wüstensand und Kakteen, hinter denen der Sehnsuchtsort Walachei in Großbuchstaben leuchtet, erzählen Sven Fricke und Thorsten Hierse in knapp zwei Stunden die Geschichte als verrücktes Rollenspiel. Beide sind sie Maik, aber auch alle anderen Charaktere. Selbst mitten im Dialog wechseln sie fliegend die Rollen. Verwirrend ist das nicht, sondern hervorragend gespielt. Bei Hierse sitzt jede behutsame Geste, jeder Akzent; oft ist es nur ein Blick, ein neuer Ton in seiner Stimme, die andeuten, dass er plötzlich als Lehrer spricht oder alsMutter, während Fricke gröber schnitzt, aber herrlich komische Miniaturen hinfetzt. […] neben den Pointen zünden auch die Momente ungehemmter Melancholie, die bruchlos zurückkippen in den Witz. […] eine Feier des Lebens, die glücklich macht. Berliner Morgenpost

» Man wünscht sich, dass diese wunderbar traurig komische Roadmovie niemals endet und freut sich unglaublich, dass man zu diesem Abend eingeladen war. SWR 2

» Sowie sie da stehen, in ihrer Casual-Uniformaus Jeans und Sneakers, so adoleszent-unbeholfen, wie man sich eben fühlt als 14-Jähriger, der nicht weiß, wohin mit seinen Händen, vergisst man schnell, dass es sich um erwachsene Männer handelt. Oder im Fall von Isa, um eine erwachsene Frau.Die Zeit

Mit
Natalia Belitski
Sven Fricke
Thorsten Hierse
Arne Jansen

Regie Alexander Riemenschneider
Bühne & Kostüme Rimma Starodubzeva
Musik Arne Jansen
Dramaturgie Birgit Lengers

Produktion Deutsches Theater Berlin

 Vendredi 1er  MARS 2013 à 20h00 (tickets)

DURÉE environ 1h50 (pas d'entracte)

Einführung zum Stück von Simone Beck und der Dramaturgin des Deutschen Theater Berlin eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn

Adultes 20 € / Jeunes 8 €

Lieu: Théâtre des Capucins

[TICKETS]2013-03-01 20:00:00 13449