#04 ITALIENISCHES LIEDERBUCH

Was für ein Lied soll dir gesungen werden
Italienisches Liederbuch / Hugo Wolf (1860-1903)
Volkstümliche italienische Liebesgedichte in der Übertragung von Paul Heyse 

[DE] Szenische Umsetzungen großer Liederzyklen sind derzeit en vogue. Meistens gelten sie allerdings tragisch-romantischen Werken wie Schuberts Winterreise und Schumanns Dichterliebe. Regisseur Waut Koeken widmet sich dagegen dem Italienischen Liederbuch von Hugo Wolf, einem wunderbar sommerlich-leichten Stimmungsbild, das von Liebe, Sehnsucht, Neckerei, Eifersucht und (Un-)Treue handelt.

46 italienische Liebesgedichte, aus Volksliedern entstanden und vom deutschen Dichter Paul von Heyse niedergeschrieben: Von der Freude des Verliebtseins über das Lob der Schönheit und mancherlei Spottgesänge bis hin zu tiefen Verlassenheitsgefühlen sind alle Emotionen vertreten.

Schon dem oberflächlichen Blick zeigt sich, dass sich die Abfolge der Lieder im Italienischen Liederbuch um wechselnde thematische Schwerpunkte bewegt. Live werden sie leider selten geboten – und wenn, dann nur in Auszügen. Umso erfreulicher ist es, diese kleinen, schlagfertigen, schalkhaften und auch versonnenen Gesänge von 1890 so genussreich dargestellt zu sehen, wie es Koekens sorgfaltige Interpretationsweise verspricht.

Die weibliche Hauptrolle wird zum Heimspiel für die luxemburgische Sopranistin Mariette Lentz, die nicht nur auf vielen europäischen Opernbühnen zu Hause ist, sondern auch eine profilierte Lieder-CD mit Vertonungen von Paul Verlaine veröffentlicht hat.

» [...] eine Musikstunde wertvollster Vokalkunst, bei der sich Mariette Lentz als beschlagene Liedinterpretin zu bestätigen wusste. Luxemburger Wort zu Liederabend – Konzert

» Mariette Lentz, stimmlich tadellos, mit feinen Farben und einnehmendem Timbre [...] Mannheimer Morgen zu Wir sind Daheim

» [...] ein seidenes Timbre, dramatischer Aufschwung, gehauchte Piani voller Stimmkraft, souveräne Höhen ohne Schärfen, eine exzellente Phrasierungskunst zeigen es: Mariette Lentz hat eine ausgesprochen schöne Stimme, der nichts an Ausdrucksfähigkeit fehlt. Lyrisches wie Dramatisches vermag sie mit einem Höchstmaß an Überzeugungskraft und einer beeindruckenden Palette an Gestaltungsmitteln zu differenzieren. Pizzicato zur CD Promenade Sentimentale, Paul Verlaine in Song

» Eine idealtypischere Begleitung zum „himmlischen Leben“ als den schönen schlanken Sopran von Mariette Lentz konnte man sich kaum wünschen. Kölnischer Stadtanzeiger zur 4. Symphonie von G. Mahler

» Der belgische Regisseur Waut Koeken hat [...] ein packendes, auf Geschwätzigkeiten verzichtendes Libretto entwickelt, das er mit starken, gut nachvollziehbaren Bildern anschaulich erzählt. Trierischer Volksfreund zu Der Turm

» Faszinierend [....], was sich Regisseur Waut Koeken an fantasievoller Inszenierungsvielfalt hat einfallen lassen. In Sachen Personenführung, Lichteffekten blieb kein Wunsch offen. Imponierend das in bestem Sinne surrealistische Bühnenbild. [...] Wirkungsvoller kann man das chaotische Innenleben der Protagonisten und die gespaltene Vieldeutigkeit der Szenenfolge wohl nicht visualisieren. Eine hoch professionelle Werkinszenierung. Luxemburger Wort zu Der Turm

[DIS]

Spielleitung Waut Koeken
Ausstattung Christian Klein
Sopran Mariette Lentz
Bariton Huub Claessens
Klavier André Roe
Regieassistenz Thierry Mousset
Licht Natahlie Perrier

Produktion Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

 

Mardi 9 JUIN 2015 à 20h00 (tickets)
Vendredi 12 JUIN 2015 à 20h00 (tickets)

DURÉE ESTIMÉE environ 1h05 (pas d’entracte)

Introduction à l’opéra par Monsieur Jean-Paul Bettendorff, Vice-président du Richard Wagner Verband Trier-Luxemburg, une demi-heure avant chaque représentation (en langue allemande)

Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 €

Lieu: Théâtre des Capucins

[TICKETS]2015-06-09 20:00:00 17834+2015-06-12 20:00:00 17835