Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

#31 GIFT

Von Lot Vekemans

Der Regisseur und sein Team laden Sie zu einem Nachgespräch nach der Vorstellung vom 30. September ein.

[DE] Nach mehr als zehn Jahren kommen ein Mann und eine Frau zusammen, an dem Ort, wo ihr Kind begraben ist. Beide haben verschiedene Wege eingeschlagen, mit dem Tod des Kindes umzugehen. Er ist nach Frankreich gegangen, hat versucht, ein neues Leben zu beginnen, wird bald ein neues Kind haben. Sie ist zurückgeblieben in dem gemeinsamen Haus, fühlt sich einsam in ihrer Trauer und kann den Gedanken an Veränderung nicht ertragen. Der Grund ihres Treffens ist ein Brief, in dem die Umbettung des Kindes angekündigt wird, nachdem man auf dem Friedhof Gift im Boden gefunden hat. Aber warum lässt sich die ganze Zeit niemand von der Friedhofsverwaltung sehen? Das Elternpaar begegnet sich unsicher, versucht eine Annäherung. Doch der Schmerz hat eine nur schwer überbrückbare Kluft gerissen...

Gift ist eine tastende Suchbewegung zweier Menschen nach der Möglichkeit, die Vergangenheit zu akzeptieren, in gemeinsamer Erinnerung Ruhe zu finden und Vertrautes wieder zuzulassen. Dabei lässt das Stück selbst in der tiefsten Tragik des Lebens auch komische Momente aufblitzen.

Lot Vekemans, geboren 1965 in Oss in den Niederlanden, studierte Soziale Geografie an der Reichsuniversität Utrecht. Im Anschluss daran absolvierte sie die Ausbildung zum Theaterautor an der Akademie für Autoren ‘t Colofon in Amsterdam. Seit 1995 ist sie als Autor für sowohl das Jugendtheater als auch das Erwachsenentheater tätig. Ende 2004 gründete Lot Vekemans ihre eigene Theatergruppe Stiftung M.A.M. (Mehrere Antworten Möglich). Für ihre Stücke wurde sie vielfach ausgezeichnet. „Mit ihrem wunderbaren Dialog über zwei Menschen, die erst ein Kind verloren haben, dann sich selbst und dann einander, trifft Vekemans direkt ins Herz “, heißt es in der Jurybegründung für den Taalunie Toneelschrijfprijs, den die Autorin am 29. November 2010 für Gift erhielt. Dieser Preis wird in den Niederlanden jährlich für das beste aufgeführte Stück der vorhergehenden Spielzeit vergeben.

» Im Darstellerduo Désirée Nosbusch und Germain Wagner findet Johan Leysens Inszenierung im Kasemattentheater zwei Interpreten, die eine emotional aufwühlende, ja unerträgliche Situation bis an die Schmerzensgrenze ausloten und sich dabei vor allem durch eines auszeichnen: eine berührend zurückhaltende Wahrhaftigkeit. [...] ... die Chemie zwischen den zwei Schauspielern stimmt – auf ganz primärer, physischer Basis – wie sie dies selten so schlüssig auf einer Bühne tut. Bevor die erste Silbe über ihre Lippen kommt, ist schon alles klar beziehungsweise gesagt. [...] Désirée Nosbusch erträgt unbeirrt ihr (wahrlich un-) heiliges Martyrium, schwingt zwischen Aggressivität, Sarkasmus und blanker Verzweiflung – und bleibt in all diesen so divergierenden Gefühlswelten stets glaubhaft, was zugleich ihrer Figur klare, unversöhnlich-harte Konturen gibt, derweil ihr ein Germain Wagner  gegenübersteht, dessen Umrisse weicher, offener und durchlässiger sind. Luxemburger Wort

» [...] an einigen wenigen Stellen vermag es Vekemans subtil, dem Dialog komische Züge zu verleihen, die den Zuschauer verschnaufen lassen, ohne dass der Text ins Alberne abgleitet. Ein bewegendes Bühnenwerk. D’Lëtzebuerger Land

[DIS]

Mit
Désirée Nosbusch
Germain Wagner

Regie Johan Leysen
Assistenz Charlotte De Somviele
Licht Catherine Verheyde

Musik
Rêve d'Enfant von
Eugène Ysaÿe
Violine Gavriil Lecuit
Klavier Sonia Weber

Eine Koproduktion des Kasemattentheaters mit den Théâtres de la Ville de Luxembourg

 

Mardi 30 SEPTEMBRE 2014 à 20h00 (tickets)
Jeudi 2 OCTOBRE 2014 à 20h00 (tickets)

DURÉE 1h30 (pas d’entracte)

Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 €

Lieu: Théâtre des Capucins

[TICKETS]2014-09-30 20:00:00 17709+2014-10-02 20:00:00 17710