
[DE] Sebastian Zöllner, der selbsternannte "erhabene Kunstkritiker" will seiner Karriere endgültig auf die Sprünge helfen. Mit einer Biographie des sagenumwobenen Malers Kaminski. Dazu muss er der Berühmtheit nahe kommen.
Mehr als jeder andere.
Daniel Kehlmanns Künstler- und Schelmenroman aus dem Jahr 2003 ist eine scharfsichtige und gnadenlose Satire über den Kunstbetrieb. Über Macher, über Meinungsmacher.
Ein Roman über das kamäleonhafte Wesen von Kunst im Magnetfeld von Ruhm und Kommerz. Darüber hinaus umkreist er die Fragen nach Glanz, Abglanz und Banalität jeden einzelnen Lebens.
Regisseurin Anna Maria Krassnigg hat den Roman für die Bühne adaptiert.
Ich und Kaminski wird in der Umsetzung durch das Wiener Salon 5-Ensemble letzten Endes zu einer beispiellosen Studie über die Frage aller Fragen: wie sollen wir leben?
» Daniel Kehlmann kann wunderbar trockene Dialoge komponieren. Sein Witz wirkt nie aufgesetzt, noch schmeckt die Ironie schal. Und die Satire ist dem Plot nicht aufgeklebt, sondern entsteht wie nebenbei aus der Erzählstruktur.
Ulrich Weinzierl, Die Welt
» Das wechselseitig parasitäre Verhältnis von Meister und Kritiker hat Daniel Kehlmann in einem bösen, brillant lustigen, ziemlich allegorischen Kammerspiel durchexerziert, welches das traditionelle Genre des Künstlerromans auf eine nun selbst altmeisterlich anmutende Weise revitalisiert.
Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung
» Schon mehrfach hat Kehlmann den Wissenschafts- und Kunstbetrieb maliziös ins Bild gesetzt, doch noch nie hat er sein satirisches Temperament so vom Zügel gelassen wie hier. Überhaupt ist Ich und Kaminski sein mit Abstand komischstes Buch. Und sein abenteuerlichstes. [...] So ansteckend lustvoll und hinreißend unglaubwürdig strapaziert die trivialen Genres nur, wer sie um Haupteslänge überragt.
Andreas Nentwich, Die Zeit
» So viel zu lachen gab es lange nicht mehr im neuen deutschen Roman. [...] Der junge Autor betreibt sein Fiktionsspiel mit beträchtlichem Raffinement und zugleich frappierendem Witz. Der Plot ist hieb- und stichfest entwickelt; die Dialoge und die in ihnen enthaltene Situationskomik möchte man filmreif nennen. Die Trennungs- bzw. Rausgeschmissgeschichte hätte anderswo einen ganzen Roman hergegeben. [...] Aber das sind nur handwerkliche Details. Verhandelt werden in Ich und Kaminski keine geringeren als die Büchnerschen Fragen nach fama und fame.
Martin Krumbholz, Frankfurter Rundschau
IN DEN HAUPTROLLEN (BÜHNE) Daniel Frantisek Kamen, Jens Ole Schmieder, Isabella WolfIN WEITEREN ROLLEN (FILM) Marie-Paule von Roesgen, Luc Feit, Fernand Fox, Pol Greisch, André Jung, Erni MangoldBÜHNENFASSUNG UND REGIE Anna Maria Krassnigg
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Dienstag 16. NOVEMBER 2010 um 20.00 Uhr (tickets)
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