Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

#49 SEHNSUCHTSMÄDCHEN

SEHNSUCHTSMÄDCHEN
AUF DEN SPUREN VON JEAN SEBERG & NINA SIMONE
EIN MUSIKALISCH-SZENISCHES PORTRÄT VON DANIA HOHMANN & ANNEKE SCHWABE
In Deutsch

Das künstlerische Team lädt Sie nach der Vorstellung vom 17. Januar zu einem Nachgespräch ein.

[DE] „Verzeih mir. Ich kann nicht länger leben mit meinen Nerven.“ Mit einem Abschiedsbrief in der Hand wird am 8. September 1979 in Paris die nackte Leiche einer Frau auf dem Rücksitz eines Autos gefunden, eingewickelt in eine Decke, im Blut eine Überdosis Schlafmittel und Alkohol. Es ist die US-amerikanische Schauspielerin Jean Seberg, ein Idol des Kinos der 50er und 60er Jahre wie Marylin Monroe oder Romy Schneider. Ihre Karriere begann sie als Siebzehnjährige, als sie der Hollywood-Regisseur Otto Preminger für die Rolle der Jeanne d’Arc auswählte. Mit Bonjour Tristesse und Godards Außer Atem wurde sie das Gesicht der Nouvelle Vague und gleichzeitig eine Stilikone. Seberg verkörperte einen vollig neuen, selbstbewussten Frauentyp. Sie lebte ein heftiges, kurzes Leben, in ständiger Rebellion gegen das rückwartsgewandte Amerika, das gerade mit Donald Trump seine Wiederauferstehung feiert.

Die Umstände von Sebergs Tod sind bis heute ungeklärt. Noch immer halten sich Gerüchte, dass das FBI bei ihrem Tod die Hand im Spiel hatte. Denn als sie sich für die amerikanische Bürgerrechtsbewegung zu interessieren begann, sich gegen den Vietnam-Krieg engagierte und die Black-Panther-Bewegung unterstützte, wurde sie in den USA zur Staatsfeindin. Das FBI inszenierte eine regelrechte Schmutzkampagne gegen sie, um ihre Karriere zu zerstören.

Die Schauspielerin und Sängerin Anneke Schwabe und die Regisseurin Dania Hohmann machen sich auf Spurensuche. Aus Interviews, Briefen, Gedichten, Polizeiakten und Songs der Zeit von Juliette Greco und vor allem Nina Simone, entwerfen sie ein musikalisch-szenisches Porträt dieser ungewöhnlichen Frau. Sie skizzieren – wie die Wochenzeitung Die Zeit kurz nach Jean Sebergs Tod schrieb – „eine traurige, delikate und auch eine schmutzige Geschichte, über die nur eines mit Gewissheit gesagt werden kann: wer das Opfer war.“

» Anneke Schwabe ist ein Star auf ganzer Linie. Hamburger Abendblatt, Hans-Jürgen Fink

[DIS]

Mit Anneke Schwabe
Klavier/Orgel Lorenz Bösche
Percussion Stephan Krause

Regie Dania Hohmann
Regiemitarbeit Alexander Fahima
Bühne Georg & Paul
Kostüme Susann Günther
Musikalische Arrangements Manuel Weber
Dramaturgie Ulrich Waller

Licht Marion Kuhlmann
Ton Oliver Giese, Stefan Hoffmann
Maske Melanie Burgemeister

Bühnenmeister Christoph Warken
Bühnentechnik und Kulissenbau Michael Drs, Jonas Gerberding, Annette Krüger, Britta Schmidtke, Katrin Wehnsen
Beleuchtung Annika Schlüter
Videoeinrichtung Enrico Rode

Premiere der Inszenierung bei den Ruhrfestspielen

Produktion St. Pauli Theater Hamburg

Mardi 16 JANVIER 2018 à 20h00 (tickets)
Mercredi 17 JANVIER 2018 à 20h00 (tickets)

DURÉE environ 1h20 (pas d'entracte)

Einführung zum Stück von Herrn Ulrich Waller eine halbe Stunde vor der Vorstellung (in Deutsch)

Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu

Lieu: Théâtre des Capucins

[TICKETS]2018-01-16 20:00:00 23641+2018-01-17 20:00:00 23642