[DE] Hier geschieht nie etwas. Hier ist es ruhig, friedlich, ereignislos. So etwa muss es dort sein, wo man ist, wenn man tot ist, wo nichts passiert. Sommerferien, gleißende Hitze. Gähnende Langeweile, die Welt scheint stillzustehen. Nichts passiert. Jeden Sommer das Gleiche. Die Eltern, die Schwester, der Fernseher, der Garten und der Hund hinter dem Zaun. Und dann, an einem heißen Junitag, kurz vor dem Mittagessen ist es plötzlich so weit: der Junge bemächtigt sich des Laufs der Dinge, beendet den Stillstand, die brütende
Leere. Ein Stein wird geworfen, ein Hund wird vergiftet, und nichts ist mehr so wie es einmal war.
Daniel Kehlmann schildert in seiner Erzählung Töten den Ausbruchsversuch eines halbwüchsigen Jungen. Er entwickelt an diesem Beispiel die Grundsatzfrage nach der Existenz des Bösen.
In der Theaterfassung von Regisseur Benedikt Haubrich wird der Plot auf Szene und einen Film von Tobias Dörr verteilt. In der Zusammenführung beider Genres eröffnen sich nicht nur neue Perspektiven und Bezüge, es entsteht ein interaktives Stimmungs- und Handlungsgewebe von immenser Eindringlichkeit.
BÜHNE
|
Donnerstag 18. NOVEMBER 2010 um 20.00 Uhr (tickets)
|
| Pas encore de contributions | Noch keine Beiträge | Écrire un commentaire | Kommentar schreiben |