
[DE] Nach dem Riesenerfolg von Männer 06 2006 im Grand Théâtre, wagt sich Franz Wittenbrink mit Nacht-Tankstelle auf den Kiez. Und es geht nicht um Junggesellenabschiede oder andere Klischees, die so typisch sind für das Nachtleben auf St. Pauli.
Eine Tankstelle ist der Ort, an dem sich die Nachtschwärmer treffen. Und es ist ein besonderer Abend, der da Einheimische und Zugereiste, Junge und Alte, Christen und Andersgläubige in ihrer Tristesse vereint: Der Heilige Abend. Zeit einzukehren, das Jahr Revue passieren zu lassen. Selten sind die Menschen in ihren Gefühlen so ungeschützt wie in diesen Stunden. Die alten Rituale helfen da über manche Verwirrung hinweg. Und so wird von allen ein Baum geschmückt und am Ende wirklich angezündet.
Was die Figuren zu sagen haben, singen, flüstern oder schreien sie sich von der Seele - wie immer bei Wittenbrink mit Musik. In der Konfrontation der Lieder vom Volks- oder Kirchen- über das Kunstlied bis zum Rocksong oder Schlager entstehen Dialoge, Situationen und am Ende eine ganze Geschichte. Jedes Lied ist ein kleiner Monolog, der das Innerste nach außen kehrt, immer wieder unterbrochen und aufgefangen von kunstvollen Ensembles, in denen sich die Akteure über die Musik plötzlich näher kommen.
» Da steppt der Tiger im Tank
Dass die Menschen an Heiligabend mal so richtig auftanken, ist längst Teil der Tradition. Dass die einen das eher als emotionale Stärkung verstehen und die anderen das Abfüllen ganz wörtlich nehmen, ebenfalls. Sinnfälliger als in Franz Wittenbrinks Nacht-Tankstelle allerdings kann man die beiden Ansätze wohl kaum kombinieren… Vor der - nach Vorbild der benachbarten Taubenstraße - fast originalgetreu rekonstruierten Esso-Kulisse schafft er ein Weihnachtsmärchen für Erwachsene, ein hinreißendes Kiez-Krippenspiel und einen der besten Wittenbrink-Liederabende seit - ja, vielleicht sogar seit seinem Ur-Erfolg Sekretärinnen. Hamburger Abendblatt
MIT
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Mardi 13 DÉCEMBRE 2011 à 20h00 (tickets)
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