
IN EINER BEARBEITUNG VON GERHARD AHRENS & ARMIN HOLZ
[DE] Ein Herzog, der sich gepflegt langweilt. Eine blaublütige Nachbarin, die in Luxus badet. Ein eitler Majordomus, der heimlich in seine Herrin verliebt ist. Eine Hausangestellte, die gerne lacht und noch lieber intrigiert. Zwei adlige Schmarotzer, die nicht gehen wollen. Ein Narr, der singt und alles besser weiß. Und eine gestrandete Jungfrau, die zum glücklichen Ende einen Zwillingsbruder präsentieren kann. Shakespeare reicht eine solche Personage, um eine wunderleichte poetische Komödie zu zaubern, die nichts anderes im Sinn hat als den Zuschauer zu vergnügen.
Von all seinen Stücken ist Was ihr wollt dem Wesen der deutschen Romantik am Nächsten; dies nicht nur in Schlegels kongenialer Übersetzung, die sie mit dem Geist der Romantik sprachlich durchtränkt, sondern in ihrer Grundstruktur, die derb-komische Elemente mit solchen einer zarten, todessüchtigen Melancholie verbindet. Anlage und Führung der Gestalten, Fabel und Bilder der dramatischen Handlung, Motive wie Rollentausch, gleichgeschlechtliche Liebe, Müßiggang und Wortspiel bezeugen das Verbundensein über zwei Jahrhunderte auf wunderbare Weise.
Gleichermaßen aber ist die Besetzung der Inszenierung von Armin Holz Programm. Die Crème de la crème deutscher Schauspieler: ein Stück Theatergeschichte und zugleich ein Zeugnis lebendiger Gegenwart.
» Darsteller mit Falten im Gesicht als untrügliche Zeichen der Lebenserfahrung verwickeln sich hier in Liebesschwüren, die jugendlichem Leichtsinn entspringen… Begehren ist in dieser Inszenierung keine Frage des Alters. Oder vielleicht gerade doch? Es ist wohl die weise Erfahrenheit der Darsteller, die ihre gespielte Naivität nicht ins Alberne abrutschen lässt. Als Liebende sind die Alten unschlagbar jung. nachtkritik.de
MIT
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Vendredi 18 NOVEMBRE 2011 à 20h00 (tickets)
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